Statement der FDP Winningen

zum Rhein-Zeitungs Interview von Frank Hoffbauer am 16.07.2020


Kommunalpolitische Auseinandersetzungen sind ein normaler demokratischer Vorgang. Wenn ein Verwaltungsangestellter den demokratisch gewählten Bürgermeister nicht leiden mag und eine Kündigung vorzieht, ist das schon außergewöhnlich.


Wir als FDP haben mit Rücksicht auf die Person Frank Hoffbauer und auf die Außendarstellung unserer Gemeinde bisher auf eine öffentliche Diskussion verzichtet und auch im „Forum FDP“, welches in Kürze erscheint, bewusst sachlich formuliert.


Die folgenden Zeilen wären nie verfasst worden, hätte nicht Frank Hoffbauer das Thema mit Begriffen wie „Mobbing“ und „08/15 Gemeinde“ in der RZ Ausgabe vom 16.07.2020 öffentlich gemacht. Die FDP und ihr Bürgermeister sind zur Wahl 2019 mit dem Ziel angetreten, vorhandene Strukturen zu prüfen, möglichst zu verbessern und Projekte aktiv anzuschieben. Der Wähler hat genau dies honoriert und der FDP und dem Bürgermeister Rüdiger Weyh mit der Wahl den Auftrag erteilt, dies umzusetzen. Dass dies den handelnden Personen in den alten Strukturen nicht unbedingt gefällt, wurde schon vor der Wahl deutlich.


Zurückhaltung, keine Kraft für unnötige Personaldiskussionen vergeuden, persönliche Befindlichkeiten zurückstellen und den Fokus auf die Bewältigung der eigentlichen Sacharbeit legen. Dies ist der einzig vernünftige Ansatz für solide kommunalpolitisches Wirken.

 

Rüdiger Weyh und seine Beigeordneten beherzigen dankenswerterweise diese vernünftige Einstellung.

 

Der Verkehrsamtsleiter hat zum Ende diesen Jahres sein Angestelltenverhältnis bei der Gemeinde Winningen gekündigt. Dies ist seine sehr persönliche Entscheidung und wurde von der FDP und der gesamten Verwaltung mit Respekt akzeptiert.


Leider setzt Frank Hoffbauer seinen Feldzug, in den er schon vor der Wahl gezogen ist, gegen den von den Winningern mehrheitlich gewählten Bürgermeister, der zugleich sein direkter Vorgesetzter ist, fort.


Er schadet nicht nur sich selbst, sondern nimmt einen Imageverlust von Winningen billigend in Kauf.


Frank Hoffbauer versuchte durch öffentliche Attacken schon vor der Wahl einen Bürgermeister Rüdiger Weyh zu verhindern. In Facebook hat er dies mit seinem Recht auf freie Meinungsäußerung gerechtfertigt.


Dies hat vielen Winningern missfallen. Letztlich hat er den ein oder anderen Wähler gegen sich aufgebracht und damit den knappen Wahlausgang zugunsten von Rüdiger Weyh mit beeinflusst.


Im Januar nutzte er zusammen mit dem Vorsitzenden Andreas Lang die Jahreshauptversammlung von Touristik Winningen e.V. zu einer öffentlichen Bloßstellung des Bürgermeisters, der pflichtgemäß an dieser Veranstaltung teilnahm.

 

Rüdiger Weyh blieb ruhig und souverän. Es beruhigt im Nachhinein, dass das eine oder andere Mitglied von Touristik Winningen e.V. dieses Bürgermeister Bashing nicht akzeptierte.


Andreas Lang entschuldigte sich öffentlich und übernahm pflichtbewusst die Verantwortung. Rüdiger Weyh nahm diese Entschuldigung sofort an. Frank Hoffbauer fehlt bis heute die Einsicht und der Wille, sich und die Vorkommnisse an diesem Abend kritisch zu reflektieren.

 

Kurze Zeit später fand ein klärendes Gespräch bei der Verbandsgemeinde statt. Der Bürgermeister der  Verbandsgemeinde, Herr Bruno Seibeld, hatte sich zum Ziel gesetzt, die für beide Seiten belastende Situation zu befrieden. Mit am Tisch saßen Andreas Lang und Walter Reick.


Hintergrund war u.a., dass Frank Hoffbauer Rüdiger Weyh öffentlich indirekt Mobbing vorgeworfen hat.


Da Frank Hoffbauer die Inhalte dieses vertraulichen Gespräches im Hause der Verbandsgemeinde nun in die Öffentlichkeit trägt, fühlen wir uns verpflichtet, hier nun weitere Auszüge aus diesem Gespräch aufzuzeigen.

 

Herr Seibeld machte deutlich, dass kein Mobbing vorliegt, weil


1. Anweisungen und Zielvorgaben vom Bürgermeister an seinen Angestellten kein Mobbing sind
2. der Bürgermeister frei entscheidet, welche Themen er selbst bearbeitet und welche er delegiert.
3. der Bürgermeister das Recht hat, interne Abläufe neu zu regeln.


Der Burgfrieden hielt nicht lange, und jetzt hat der Verkehrsamtsleiter für sich selbst einen Schlussstrich gezogen und zum Ende des Jahres gekündigt.

 

Er nutzt sein Netzwerk und spannt die Rheinzeitung für sich ein. Er stellt sich über alles, auch über seinen Heimatort, für den er soviel geleistet hat. 30 Jahre hat er sich für das Image von Winningen eingesetzt, jetzt demoliert er es innerhalb weniger Tage.
Dies ist sein ganz persönliches Dilemma, in das er sich selbst manövriert hat. Wo war sein Netzwerk, dass ihn vor sich selbst hätte schützen können?

 

Das Interview der Rheinzeitung ist eine persönliche Abrechnung von Frank Hoffbauer mit dem Privatmann
Rüdiger Weyh.

 

„Mein Verhältnis zu Rüdiger Weyh ist nicht zerrüttet, wir hatten nie eines“


Dieses Zitat von Frank Hoffbauer ist selbsterklärend.


Für alle Winninger zur Beruhigung, der Touristik Chef von Winningen ist noch immer der Bürgermeister, und der hat nicht gekündigt.


Rüdiger Weyh bleibt wie immer ruhig und wird sich weiter den Sachthemen widmen. Er stellt sich schützend vor Winningen und opfert die Außendarstellung von Winningen nicht für einen Egotrip.


Es ist äußerst fragwürdig, wenn jemand sich selbst öffentlich huldigt und mit Lob überschüttet und im gleichen
Kontext behauptet, dass mit seinem Rückzug Winningen nur noch eine 08/15 Gemeinde sein wird.


Dies ist ein Schlag ins Gesicht aller Winninger, Ehrenamtler, Winzer, Vereine, Gastronomen und Unternehmen. Es ist eine Breitseite gegen die aktuelle Verwaltung unserer Gemeinde und gegen den gewählten Gemeinderat. All diese Institutionen und Persönlichkeiten, deren Herzblut und Engagement machen Winningen zu einem einzigartigen Ort. Winningen als Gesamtheit auf eine einzelne Person zu reduzieren ist unredlich.


Dieses Interview spricht für sich selbst, und wir hoffen, dass sich Winningen gegen den erneuten Versuch, das Dorf und seinen Bürgermeister öffentlich in den Schmutz zu ziehen, zur Wehr setzt.


Dieses Statement schulden wir unserem Bürgermeister, seinen und unseren Wählern und der ganzen
Wahrheit.


Rüdiger Weyh ist der Bürgermeister des FDP Ortsverbandes und aller Winninger. Er kann sich zu 100 Prozent auf die FDP verlassen und liebe Winninger, sie können sich zu 100 Prozent auf Rüdiger Weyh verlassen. Er geht den Weg weiter, auf den sie ihn geschickt haben.


Er selbst verzichtet auf eine persönliche Klarstellung. Deeskalation, Verhinderung von weiterem Imageschaden und kontinuierliche sachliche Kommunalpolitik sind wichtiger.


So sieht es auch der FDP Ortsverband.


FDP Ortsverband Winningen

19.07.2020